Integration und Inklusion

Was ist eine Integrationsklasse?

Integrationsklassen sind Klassen, in denen „behinderte“ und „nichtbehinderte“ SchülerInnen gemeinsam – und ihrem Entwicklungsstand entsprechend unterrichtet werden. Die Kinder werden dort abgeholt, wo sie gerade stehen (Förderung, Individualisierung, Begabungsförderung,…)

 

Es wird nach verschiedenen Lehrplänen gearbeitet, je nach Bedürfnis des Kindes, nach dem Motto:

„Wir tun zwar das gleiche, aber nicht dasselbe.“

Die Kinder arbeiten am selben Thema, jedes Kind auf seinem Leistungsniveau.

 

Der Unterricht in einer Integrationsklasse erfolgt durch die/den VolksschullehrerIn und die/den IntegrationslehrerIn mit sonderpädagogischer Ausbildung – im Team.

Zwei LehrerInnen garantieren ein besseres individuelles Eingehen auf jedes Kind, sowohl für die Kinder mit Schwächen, aber auch besonders begabte Kinder.

Gleichzeitig ist die Klassenschüler-Höchstzahl niedriger, was ein noch besseres Eingehen auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen ermöglicht.

Die Kinder lernen den Umgang miteinander, sammeln Erfahrungen und erlernen soziale Kompetenz.

„Inklusive Pädagogik“ steht für die Idee „einer Schule für alle“, in der kein Kind fürchten muss, aufgrund besonderer Schwächen bzw. Stärken weniger akzeptiert oder gar aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Vorrangige Aufgabe der Schulen ist es, allen Kindern und Jugendlichen gleichberechtigt und unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen die notwendigen Kompetenzen für ein humanes, demokratisches und solidarisches Zusammenleben innerhalb der Gemeinschaft zu vermitteln.

 

Die Inklusive Pädagogik befasst sich nicht nur mit der Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, sondern mit einem gleichberechtigten, barrierefreien und qualitätsvollen Umgang mit Heterogenität aufgrund unterschiedlicher Begabungen, Beeinträchtigungen, sozialer, kultureller und weltanschaulich religiöser Herkunft, geschlechtsspezifischer und altersbedingter Bedarfe. Sie vereint somit die bisher getrennten Bereiche Sonderpädagogik, Integrationspädagogik, Begabungsförderung, interkulturelles Lernen und geschlechtersensible Pädagogik.

 

Innovative Lehr- und Lernformen prägen eine zeitgemäße Bildung, die gleichen, freien und gemeinsamen Zugang zu entwicklungsorientierten, individualisierenden Lernangeboten für alle Schüler/innen in allen Schulen unter Einbeziehung deren Lebenswelten ermöglicht. Der in unserer Wissensgesellschaft notwendige  Paradigmenwechsel – vom Belehren zum aktiven und kooperativen Lernen – wird damit unterstützt. (ph Oe)