Snoezelen

Am Bildungscampus gibt es sehr viele Räume, große und kleine:

Klassen, Turnsäle, den Speisesaal, Garderoben, die Bibliothek, Werkräume, Technikräume, Küchen und noch andere mehr.

Bei all diesen Namen können sich alle vorstellen, wozu diese Räume gebraucht werden, was in ihnen passiert.

Im zweiten Stock gibt es eine Tür mit der Aufschrift: „Snoezelenraum“.

Was passiert in diesem Raum?

 

Was ist das: „SNOEZELEN“?

 

Snoezelen ist ein Kunstwort, das von zwei Zivildienern in den Niederlanden erfunden wurde. Es setzt sich aus den Wörtern „snuffelen“ (= schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“ (= dösen, schlummern) zusammen und hat Ähnlichkeit mit dem englischen Wort „to snooze“ (= ein Nickerchen machen).

 

Ursprünglich war Snoezelen als Freizeit- und Erlebnismöglichkeit für schwerstbehinderte Menschen gedacht. Ihnen sollten Reize für möglichst viele Sinne angeboten werden, sozusagen als Ersatz für behinderungsbedingte Einschränkungen ihrer Freizeitaktivitäten.

 

In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich daraus ein multifunktionales Konzept:

In einem besonders ansprechenden, vorwiegend weiß gestalteten Raum werden über

Licht–, Farb –, Ton – und Klangelemente, sowie durch den Einsatz von Vibration und Duft Sinnesempfindungen ausgelöst. Diese wirken auf die verschiedenen Wahrnehmungsbereiche entspannend oder aktivierend.

 

Die Gestaltung von Snoezelenräumen ist sehr vielfältig. Zur Ausstattung, die meist anzutreffen ist, zählen verschiedene gepolsterte Lagerungsmöglichkeiten, technische Geräte, um Musik abzuspielen, ein Wasserbett mit Lautsprechern, Lichtschnüre, eine Spiegelkugel, Lichtprojektoren, Wasserblasensäulen, eine Leinwand, Aromaverbreiter….

 

Das gezielt ausgesuchte Angebot der verschiedenen Elemente steuert und ordnet die Reize. Ziele sind unter anderem das Erkennen und Befriedigen von individuellen Bedürfnissen, das Ausleben von Gefühlen, Stressbewältigung erleichtern, Förderung von Autonomie, Abbau von fixierten Verhaltensmustern, das Wecken von Interesse….

 

Wichtig ist: Snoezelen soll immer Wohlbefinden erzeugen.

 

Bei der Einschulung für die PädagogInnen der Schule konnte ich beobachten, dass unser Snoezelenraum diese angenehme Atmosphäre bietet, um Wohlbefinden zu ermöglichen, Denn einige der Anwesenden wollten den Raum gar nicht mehr verlassen!

Daher bin ich sicher, dass auch unsere SchülerInnen gerne snoezelen werden!

 

Martina Neuhold-Pulker